Zunächst einmal: "Ein frohes neues Jahr für euch alle!" Ich hoffe, ihr habt schön gefeiert und seid gut in 2012 angekommen! :)
Als ersten Post in diesem Jahr möchte ich euch die
Bottle Hugs, also zwei Nagellack-Fläschchenhalter zeigen, die ich bei meiner
Transdesign-Bestellung vor ein paar Wochen für je
1,39$ (also
1,07 Euro nach
Google Umrechner) mitbestellt habe (man findet sie übringens unter
Accessories).
Die beiden sind einerseits sehr nützlich, andererseits aber nur eingeschränkt nutzbar. Ich habe sie mit verschiedenen Flaschen getestet, hier das Ergebnis...
Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.
Die Bottle Hug Packung: Three-Way Hug (links) und One-Way Hug (rechts).
Der Grund dafür, so einen Fläschchenhalter mal ausprobieren zu wollen, war, dass es mich bei Base- oder Topcoats schon beginnt zu nerven, wenn der Füllstand unter 2/3 sinkt, weil man die Flasche immer leicht kippen muss (abgesehen davon, dass Topcoats sich mit der Zeit immer mehr eindicken, wenn sie leerer werden, aber dagegen kann auch ein
Bottle Hug nichts tun). Natürlich gilt das auch für Farblacke, aber da passiert es mir momentan seltener, dass sich diese Fläschchen gen Ende neigen. :)
Es ist einfach blöd, immer wieder die zweite Hand dazunehmen zu müssen, umd den Fläschchenwinkel zu verändern, wenn man den Pinsel eintaucht. Von den
Hugs hatte ich mir versprochen, dass dies dann der Vergangenheit angehört, weil man mit ihnen die Lacke sicher und stabil in verschiedenen Neigungspositionen aufstellen kann.
Die Bottle Hug Packung: Three-Way Hug (links) und One-Way Hug (rechts).
Diese beiden Modelle stehen bei
Transdesign zur Verfügung (abgesehen von einem starren
Plastic Tilter, der aber nicht aussah als könne man ihn universell einsetzen), und ich habe mir je eines mitbestellt, weil ich bisher noch keine Erfahrung mit diesen Fläschchenhaltern gemacht habe. Den
One-Way Hug gibt es in Pink, Weiß, Hellblau und Lila, den
Three-Way Hug kann man in Weiß und Pink bestellen.
Die Bottle Hugs: Three-Way Hug in Weiß (links) und One-Way Hug in Rosa (rechts).
Die
Bottle Hugs bestehen aus stabilem - aber dennoch leicht biegsamem - Gummi und haben eine runde Öffnung, die beim
Three-Way-Hug durch drei, bei
One-Way-Hug durch eine Öffnung unterbrochen wird. Die Öffnungen sollen das Platzieren der Flaschen in verschiedenen Winkeln ermöglichen, durch die runde Grundform soll gewährleistet werden, dass die Lacke auch beim geraden Aufstellen sicher und kippfest stehen (das nehme ich mal scharf an, ich habe dazu kein Infomaterial oder so). :)
Lasst uns mal schauen, wie sich verschiedene Flaschengrößen und -formen in den
Hugs verhalten...
Test 1: Orly im Three-Way Hug (links), OPI im One-Way Hug (rechts) in aufrechter Position.
Zunächst habe ich die Halter mit den großen amerikanischen Nagellackfläschchen von
Orly und
OPI ausprobiert. In aufrechter Stellung stehen beiden in ihren jeweiligen Hugs ziemlich stabil und sind gut eingefaßt. Dennoch erscheint mit der
Three-Way Hug durch seine runde Grundform schon bei
Test 1 etwas vorteilhafter zu sein als der ovale
One-Way Hug.
Test 2: Orly im Three-Way Hug (links) und OPI im One-Way Hug (rechts) in leicht gekippter Position (oben) und stark gekippter Position (unten).
Schon in
Test 2 trennt sich die Spreu vom Weizen: Während sich der
Orly im
Three-Way Hug von leicht gekippt bis stark gekippt (und sogar komplett waagrecht = nicht im Bild) positionieren ließ, flutschte der
OPI trotz mehrerer Versuche im leicht schrägen Winkel immer wieder aus dem
One-Way Hug heraus. Mit viel Kraft und Mühe habe ich ihn dann reingestopft und versucht, ihn stärker zu neigen (siehe unten rechts), zwar ist die
OPI Flaschen dann immerhin irgendwie dringeblieben, von starker oder sogar waagrechter Neigung kann hier keine Rede sein!
Außerdem: Während die runde Grundform des
Three-Way Hug sehr gut erhalten blieb und Halter und Fläschchen einen soliden und stabilen Eindruck (in allen Positionen) machten, kann man beobachten, wie sich der
One-Way Hug mit seiner ovalen Form verbiegt (unten rechts) und eine Seite vom Boden abhebt, wenn man die
OPI Flasche mit der Intention sie zu kippen hineinstopft!
Test 3: Essie im Three-Way Hug (links) und Manhattan im One-Way Hug (rechts) in aufrechter Position in zwei Blickwinkeln.
Essie und
Manhattan in
Test 3 haben etwas kleinere Fläschen, der
Essie ist quadratisch, der
Manhattan länglich geformt. Auch hier macht der
Three-Way Hug durch die drei Öffnungen und seiner damit relativ großen Flexibilität eine gute Figur: Der
Essie Lack steht sicher in der Halterung.
Auch der
One-Way Hug kann hier Pluspunkte sammeln. Für den länglichen
Manhattan Lack scheint er optimal zu sein! Die Flasche wird gut aufgenommen und wirkt relativ standfest, ein reinstopfen war nicht nötig,
Test 4: Essie im Three-Way Hug (links) und Manhattan im One-Way Hug (rechts) in mittlerer Kipp-Position in zwei Perspektiven.
Beide Bildteile zeigen diesmal einen mittleren Neigungswinkel aus zwei verschiedenen Perspektiven. In beiden
Hugs ließ sich die Flasche gut kippen, andererseits muss man sagen, dass der
One-Way-Hug mit dem Manhattan Lack nicht ganz so überzeugend und sicher beim Halten des Fläschchen erscheint wie der
Three-Way Hug mit dem
Essie. Dennoch: Für längliche Flaschen ist der Halter mit einer Öffnung vorzuziehen, obwohl es mit ihm NICHT möglich war, die Flasche richtig horizontal auszurichten. Dies war beim
Three-Way Hug mit dem
Essie wieder kein Problem.
Test 5: P2 im Three-Way Hug (links) und Essence - Color + Go im One-Way Hug (rechts) in aufrechter Position in zwei Blickwinkeln.
Test 5 fand ich sehr spannend, weil es sich hier um die deutschen
Drogerielacke dreht, die wir ja wahrscheinlich alle relativ häufig verwenden. Wie sich schnell erkennen lässt, sind die
Hugs eigentlich beide auf größere Behältnisse und nicht für die europäischen Lackfläschchen mit weniger Inhalt ausgelegt.
Dennoch steht der längliche eckige
P2 halbwegs gut im
Three-Way Hug, während der
Essence im
One-Way Hug förmlich untergeht und durch die zu große Öffnung überhaupt nicht gehalten wird!
Test 6: P2 im Three-Way Hug (links) und Essence - Color + Go im One-Way Hug (rechts) in gekippter Position aus zwei Blickwinkeln.
In
Test 6 habe ich versucht die Fläschen zu neigen. Mit etwas Friemelei und ausprobieren konnte ich im
Three-Way Hug eine Position finden, in der sich der
P2 relativ gut auch in gekippter Haltung aufstellen ließ und sogar halbwegs (aber nicht 100%ig stabil war).
Der
Essence schlapperte im
One-Way Hug herum, mit etwas Geduld und Druck ließ er sich jedoch in die Öffnung des Halters quetschen und konnte somit auch geneigt werden. Da er aber wieder rausrutscht, wenn man ihn zu stark bewegt, sollte man beim Lackieren in dieser Konstellation sehr vorsichtig sein!
Test 7: Essence - Color + Go im Three-Way Hug (links) und P2 im One-Way Hug (rechts) in aufrechter Position in zwei Perspektiven.
Zuletzt das ganze umgekehrt. Im
Three-Way Hug wirkte der
Essence - Color + Go Lack genauso verloren wie im
One-Way Hug. Gehalten wird er in aufrechtem Stand überhaupt nicht.
Lustig sieht es aus, wenn man versucht den
P2 in den
One-Way Hug zu prügeln. Der
One-Way Hug ist für die eckige und längliche Form des
P2 nicht geeignet und es war sehr schwer, ihn überhaupt irgendwie reinzukriegen ohne das er wieder raushüpft. Letztendlich habe ich es zwar geschafft, die Neigung war hier aber NICHT beabsichtigt und die Konstruktion ist so instabil, dass die Flasche ständig drohte wieder rauszuspringen. :)
Test 8: Essence - Color + Go im Three-Way Hug (links) und P2 im One-Way Hug (rechts) in gekippter Position aus zwei Blickwinkeln.
Jetzt noch der Neigungsversuch. Bei der kleinen Essence-Flasche kann selbst der sonst so flexible Three-Way Hug nichts ausrichten. Immerhin ermöglichen es seine zahlreichen Öffnungen, das Fläschchen zumindst so reinzulegen, dass es dort halbwegs sicher liegt. Mit Winkel einstellen ist da aber nicht viel drin.
In der Kombination von P2 und One-Way Hug sind die Möglichkeiten gleich Null! Wie man sieht, steckt die Flasche immer noch genauso drin wie bei meinem Versuch, sie aufrecht hinzustellen (Versuch 7). Man kann echt froh sein, wenn der P2 Lack überhaupt im One-Way Hug verbleibt, von daher kann man es vergessen, irgendwas an der Position ändern zu wollen.
FAZIT: Beide Hugs haben ihre Einsatzgebiete und ihre Schwächen, der Three-Way Hug bietet aber deutlich mehr Flexibilität! Nicht nur kann man mit ihm wesentlich mehr Flaschenformen verwenden als mit dem One-Way Hug, auch von der Positionierung der Lacke her bietet er viel mehr Möglichkeiten, von aufrecht bis hin zu komplett horizontal (für fast leere Fläschchen). Der One-Way Hug ist durch seine ovale Grundform nicht so stabil und seine Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Insgesamt kann man auf jeden Fall feststellen, dass die Bottle Hugs für amerikanische / große Lackflaschen gemacht wurden, für kleine europäische Fläschchen sind sie in einigen Fällen zu groß. Wer aber nicht ausschließlich nur Drogerielacke in seiner Sammlung hat, sollte sich überlegen, ob er nicht mal einen Hug mitbestellt - er kostet ja nur ca. 1 Euro. Allerdings würde ich dann stark zum Three-Way Hug raten, da er einfach der flexiblere, stabilere Halter ist und mehr Einsatzmöglichkeiten bietet! :)
Ich hoffe mein Bottle Hug Test hat euch gefallen! Ich habe versucht, so viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten und Neigungswinkel zu prüfen und abzubilden wie möglich (und es war ne Menge Arbeit). :)
Würdet ihr so eine Flaschenhalterung kaufen? Habt ihr vielleicht schon eine? Wißt ihr wo es so etwas - abgesehen von
Transdesign - gibt, und wieviel es dort kostet? Habt ihr vielleicht schon mal andere Halter-Varianten gesehen, die nicht dem
Three-Way Hug oder
One-Way Hug ähnlich waren?
Viele Grüße!